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Judit Polgar fordert Anand herausChess Classic Mainz: Erste WM im Chess960 zwischen Leko und SwidlerDie Eckpfeiler der Chess Classic Mainz 2003 stehen: Titelverteidiger
Viswanathan Anand wird vom 14. bis 17. August von Judit Polgar herausgefordert.
Ein reizvolles Duell der Geschlechter im Mekka des Schnellschachs, nachdem
in den Vorjahren die Weltmeister Wladimir Kramnik und Ruslan Ponomarjow
knapp gegen den „Tiger von Madras“ den Kürzeren gezogen
hatten. Auf der einen Seite der weltbeste Schnellschachspieler aus Indien,
auf der anderen Seite die alle weiblichen Konkurrentinnen weit überragende
Ungarin. Organisator Hans-Walter Schmitt freut sich auf die acht Partien:
„Für die Medien gibt’s kaum ein spannenderes Match.
Die einzige Frau, die im königlichen Spiel mit der Weltspitze mithalten
kann und dazu noch attraktives Schach spielt, trifft auf den unbestritten
besten Blitzdenker!“, jubiliert der Bad Sodener. |
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Gegenseitigen Respekt bekunden die Hauptakteure
vor den täglich zwei Partien (ab 18.30 Uhr) in der Rheingoldhalle.
Schließlich eilte Anand zuletzt von Turniersieg zu Turniersieg.
Erst in Linares wurde die Siegesserie des überragenden Bundesligaspielers
des SC Baden-Oos gestoppt. Beim Topturnier in Wijk aan Zee (Niederlande)
blieb der 33-Jährige ebenso ungeschlagen wie die knapp hinter ihm
zweitplatzierte Judit Polgar. Vor ihrem bis dato größten Turniererfolg
im Feld der Weltelite hatte die 26-Jährige auch schon bei der Schach-Olympiade
mit einem glänzenden Resultat ihr Können bewiesen. Lohn des
Erfolgs ist die Rückkehr der Budapesterin in die Top Ten. Anand lobt
die beste Schachspielerin aller Zeiten über den grünen Klee:
„Sie ist ein sehr starker Großmeister. Ihre letzten Ergebnisse
waren brillant! Judit spielt sehr taktisch und agiert am Brett pragmatisch.“
Judit Polgar, die 1991 mit 15 Jahren und vier Monaten den legendären
Rekord von Bobby Fischer als jüngster Herren-Großmeister aller
Zeiten brach, reicht die Blumen zurück an den Ex-Weltmeister. „Anand
zählt zweifellos zu den besten Schnellschachspielern der Welt. Ich
erinnere mich noch gut an 1991, als er selbst seine normalen Turnierschachpartien
im Schnellschach-Tempo herunterspulte. Heute ist er natürlich reifer
und überlegt länger, was seiner enormen Spielstärke zugute
kommt. Vishy ist ein echter Profi, agiert sehr kraftvoll am Brett.“ |
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| Die Favoritenbürde lastet auf dem Seriensieger der Chess Classic – auch wenn der Titelverteidiger betont, er müsse „zu 100 Prozent auf der Höhe sein“, um die Jüngste der drei legendären Polgar-Schwestern in Schach zu halten. Die Frauenturniere strikt ablehnende Damen-Weltranglistenerste sieht Anand als „Favoriten, aber ich werde ihm einen großen Kampf bieten“, verspricht Judit Polgar und verweist auf ihre „zuletzt sehr gute Bilanz gegen Vishy. An meine herrlichen Partien gegen ihn in Wijk aan Zee 2001 und in Dos Hermanas 1999 denke ich gerne zurück“. Respekt hat der Inder zweifellos vor dem „leuchtenden Stern im Frauenschach“. Ob die aparte Vizeweltmeisterin Alexandra Kostenjuk (Russland) oder seine talentierte Landsmännin vom Subkontinent, Humpy Koneru – „Judit misst sich nur an ihren eigenen Erfolgen, nicht an Konkurrentinnen. Sie ist eines der herausragenden Talente der Gegenwart“. | ![]() |
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Schach pur garantiert am Samstag und Sonntag (16. und 17. August) zudem
das traditionelle Ordix Open. Zu der zehnten Auflage werden wieder rund
500 Spieler erwartet! Zum weltweit am höchsten dotierten Schnellschach-Open
pilgern mehrere Dutzend Groß- und Internationale Meister. Im Vorjahr
verdienten die Asse zusammen mit dem Preisgeld aus dem Chess960-Wettbewerb
etwa 30.000 Euro. Im „Vorprogramm“ zu den Zweikämpfen
zwischen Viswanathan Anand und Judit Polgar sowie Peter Leko und Peter
Swidler werden die Fans wie Teilnehmer gewiss einige Stars von Morgen
bewundern können. Ausnahmetalente wie Sergej Karjakin, mit zwölf
der jüngste Großmeister aller Zeiten, oder sein ukrainischer
Landsmann Andrej Wolokitin sollen auch Einladungen zu den Open erhalten. |
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