Das Duell: Kampf der Geschlechter
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Tag 4: Ein tolles
Match Judit Polgar: Der erste Najdorf-Sizilianer war heute etwas solider gespielt als die Tage zuvor. Ich habe dabei eine Partie gegen Nigel Short verbessert. Ich glaube, ich stand vorteilhaft, spielte jedoch im Endspiel zu sehr auf Gewinn. In der letzten Partie fand ich es nicht in Ordnung, dass der Schiedsrichter in meiner Abwesenheit die Uhr drückte. Die drei Minuten waren nicht entscheidend für den Ausgang des Matchs, auch wenn drei Minuten im Schnellschach eine viel größere Bedeutung als im Turnierschach haben. Anand hat verdient gewonnen. Ich verpasste am ersten Tag meine Chance. Ich kam zu spät von meinem Hotelzimmer, weil sich der ganze Terminplan wegen der Open-Preisverleihung um ein paar Minuten nach hinten verschoben hatte. Ich war dann zu nervös und spielte die letzte Partie sehr schlecht. Alles in allem war es trotz des mit einem bitteren Geschmack versehenen Schlusses ein tolles Match. Viswanathan Anand, vierfacher
Chess-Classic-Sieger in Folge: Ich stand in der siebten Partie nicht gut. Aber
nach Sd4 von Judit war ich mir sicher, dass ich kaum verliere mit dem
Blockadespringer auf d3. Notfalls hätte ich dann auch mal eine
Qualität opfern können, um alles im Remissinne zusammenzuhalten. Zu
b4 war ich gezwungen. Mein Konterspiel lief dann plötzlich sehr schnell am
Königsflügel an. Und mit dem König auf der 6. Reihe fiel mir der
Rest leicht. Im Vergleich zu den Duellen der Vorjahren war es spannender. Wir
spielten keine perfekten Partien, aber es war spannend. Die vielen Fehler, die
es gab, passieren fast zwangsläufig im Sizilianer. Der Wettkampf gegen
Wladimir Kramnik vor zwei Jahren war wirklich schlecht und teilweise
langweilig. Das Match gegen Ruslan Ponomarjow 2002 empfand ich als hart
umkämpft. Tag 3: Viswanathan Anand Judit
Polgar 3:3 Judit Polgar: Der Zug 17...Dc5 von Anand war in der fünften Partie nichts. So gelang mir eine weitere Opferpartie. Im sechsten Durchgang gab ich nur einen Bauern, glaubte aber an Gegenchancen. Im praktischen Spiel waren die sicher gegeben. Doch Anand agierte sehr umsichtig, so dass es mir nicht gelang, die Partie zu retten. Viswanathan Anand: Nach diesem
Wechselbad der Gefühle kommt es uns vor, als hätten wir gegen einen
der Klitschkos geboxt: Wir sind stehend k.o. Ich weiß nicht, warum mir
die Stellung in der fünften Partie gefiel. Mein Kopf war offenbar
ausgeschaltet. So unterlag ich kampflos. Auch Df2 ist mir unerklärlich.
Keine Ahnung, wie ich auf die Idee verfiel. Wahrscheinlich erinnerte mich die
Stellung zu sehr an ein Duell zwischen Alexander Morosewitsch und Loek van
Wely, in der ein ähnliches Manöver wie Dc5 nebst Df2 geschah. Polgars
Antwort De3 lag ja auf der Hand. Zuvor hatte auch schon das unmotivierte h6 von
mir regelrecht nach Sd5 gebettelt. Im zweiten Duell des Tages fühlte ich,
dass Schwarz Kompensation für meinen Mehrbauern hat. Ich glaube nicht,
dass ich viel besser stand. Die schwarze Matt-Batterie Dc3/Ld4 erlaubte ich
jedoch nie. Sehr schön war mein Zug c4, der Polgar den Wind aus den Segeln
nahm. Tag 2: Judit Polgar sonnt sich zu
sehr
Partie 1: Judit Polgar kämpft Vishy
Anand in einer sizilianischen Partie nieder und gewinnt die erste Partie. Stimmen des Tages |
Judit Polgar Viswanathan Anand
Blutrausch auf 64
Feldern Photos 1. Tag
Donnerstag, 14.8. Runde 1+2 8 Partien Schnellschach: Siegerliste der vergangenen Jahre
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