9. ORDIX Open
25 Minuten /
Partie
499 Teilnehmer
47 GM, 31 IM, 36 FM, 3 WGM, 2 WIM
Samstag
Runde 1: Blitz und Donner bekommt GM Georgiev zu spüren.
Er verliert gegen den titellosen Kluenger. Doch das Gros der Titelgiganten
wird seiner Rolle gerecht.
Runde 2: Donnergrummeln
ist jetzt in vielen Ecken des Turniersaales zu vernehmen. GM Graf steht
im Endspiel mit den titelosem Jörn Bade ausgeglichen, doch verirrt
sich im Dschungel der Möglichkeiten und verliert. Milov, Held der
letzten Tage im Chess960 Open muß sich FM Grunzmann beugen. KARL-Chef
FM Harry Schaack spielt gegen GM Murt Kazhgaleyev Unentschieden.
Runde 3: Das große Favoritensterben beginnt bereits. Unerwartet
verlieren Vaganjan, Krasenkov, Sasikiran und Pähtz. George Meier
(2183) schlägt den Vater der Grazie Elizabeth. Epischin, Kharlov,
Portisch und Lalic kommen über Remis nicht hinaus.
Runde 4:
Der Deutsche Eric Lobron
muß sich am Spitzenbrett Peter Swidler geschlagen geben. Der zweite
Deutsche auf dem Podium Robert Rabiega verliert gegen Motylev. Legende
Portisch verliert gegen den Erfurter IM Christian Troyke.
Runde 5: Die Siegesserie von Peter Swidler fand ein jähes
Ende. Nach 6/6 gestern im Chess960 Open und 4/4 heute, stoppte ihn Igor
Glek in 22 Zügen.
Sonntag
Runde 6: Nur Bologan und Miesis bleiben mit Siegen in weisser
Weste (6/6) an der Spitze. Das deutsch-deutsche Spitzenduell Glek-Dautov
endet mit Remis, dass beide mit 5,5/6 sich in das schrumpfende Verfolgerfeld
mit Motylev, Tregubov und Fridman einreihen. Dem Erfurter IM Matthias
Müller gelingt ein schön herausgespielter, spektakulärer
Sieg gegen den starken Aseev.
Runde 7: In der Rheingoldhalle findet ein Schlachtfest statt.
Kein einziges Remis an den ersten 15 Brettern! Bologan setzt seine Siegesserie
fort. Nur Fridman, Glek und Dautov können mithalten und folgen
dem Tabellenführer mit 6,5/7. Sisikiran gewinnt in einem ausgezeichneten
Endspiel. "Nichts besonderes", meint der bescheidene Inder
und sucht Rat bei seinem Landmann Vishy Anand. Ob das kurze Trainingsgespräch
noch für ein gutes Abschneiden reicht?
Runde 8:
Rustem Dautov stoppt Victor Bologa, den unbesiegbar erscheinenden Mann
vom schwarzen Meer. Der Deutsche übernimmt
die einsame Führung mit 7,5/8. Doch Peter Swidler taucht wieder
im Rückspiegel auf. Swidler gewinnt ebenso wie auch Georgiev, Epischin
und der Inder Sasikiran. Seine Trainingseinheit mit Ex-Weltmeister Anand
trug damit Früchte. IM Müller läßt sich auch von
Weltklassespieler Krasenkow nicht beeindrucken. Mit den schwarzen Steinen
erspielt er ein Remis. Natalia Kiseleva schlägt den mehrfachen
Deutschen Blitz- und Schnellschachmeister Robert Rabiega.
Runde 9:
Dautovs Remis gegen Swidler reicht dem Fuchs nicht die Verfolgermeute
auf Distanz zu halten. Der Moldavier Bologan meldet sich mit einem Sieg
gegen Georgiev an der Spitze zurück. Der Katernberger Glek zerfleischt
das Schlachtroß Epischin und spielt sich so als dritter an die
Spitze (alle 8/9). Der Leipziger GM Lothar Vogt schlägt seinen
Trainerkollegen Artur Jussupow und lauert nun mit nur einem Punkt Rückstand
auf höchste Aufgaben ebenso wie Naumann, Döttling und Seul.
Runde 10:
Saikiran verliert die Nerven und verliert schnell gegen Evgeni Agrest.
Am Spitzenbrett entschieden Bologan und Glek sich früh und friedlich.
Am Nebentisch hingegen tobt ein erbitteter Kampf zwischen Dautov und
Vaganjan. Vaganjan gewinnt und schließt zur Spitzengruppe auf.
Svidler siegt erneut. Bester Deutscher nach der Runde ist Alexander
Naumann. Der angehende Pharmazeut brennt sich erneut in die Siegerliste
ein und liegt nun mit 8/10 einen halben Zähler hinter dem Spitzenquintett.
Runde 11: Der Sieger
des ORDIX Open 2002 heißt Victor Bologan. Der Moldawier gewann als einziger
des Spitzenquintetts die letzte Partie und setzte sich mit 9,5/11 durch.
Der Trainer von Ruslan Ponomarjow schlägt in der letzten Runde Wladimir
Epischin, der im Endspiel eine Remisofferte ablehnte. "Das war klar.
Ihm hätte ein Unentschieden nicht viel gebracht. Ich wäre wohl hingegen
auch mit einer Punkteteilung dank meines 7-0 Starts Wertungserster gewesen",
sagt Bologan. Als seine beste Partie bezeichnet er den Sieg in der 9.
Runde über Kiril Georgiew. "Das war eine gute Verteidigungsleistung
von mir und ein enorm wichtiger Erfolg. Mit Schwarz siegt man selten
gegen so einen starken Gegner."
Doch viele der Spitzenspieler waren in dieser Schlußrunde friedlich
gestimmt. Bemerkenswert bleibt der Sieg von Sasikiran und Alberto David.
Letzter besiegt den deutschen Nationalspieler Graf. Auch Vogt nimmt
noch einen Schlußrundensieg mit 8,5/11 und endet mit auf einem
hervorragenden sechsten Platz ebenso wie der zur den junge wilden Deutschen
zählende Naumann. Mit Döttling spielt sich der zweite Wilde
in die Spitze. Seine 8,5/11 reichen jedoch nur für den 14. Platz.
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Teilnehmerliste
Runde 1 | Runde
2 | Runde 3 | Runde
4 | Runde 5 | Runde
6 | Runde 7 | Runde
8 | Runde 9 | Runde
10 | Runde 11
Tabelle
TWZ-Auswertung
(Auswertungen nur informativ, Schnellschachturniere werden nicht offiziell
ausgewertet.)
Siegerliste
Liste der Kombinationssieger
Download: Partien (pgn)

 
 
 
 
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Thilo Gubler
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Sechs Grossmeister mit weißer Weste. Harald
Fietz mit dem Bericht zum ersten Tag.
Vorbericht:
Topfeld nicht nur im ORDIX Open: Prall gefüllter Preisfonds
bei den Chess Classic Mainz / Portisch spielt nicht nur gegen Bobby
Fischer "Chess960"
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